Kaum ein Thema wird unter Hundehaltern so häufig diskutiert wie die Frage:
Nassfutter oder Trockenfutter?
Die Antwort ist wie so oft: Es kommt darauf an.
Meine persönliche Reihenfolge
Wenn ein Hund alles gut verträgt und keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, würde meine persönliche Reihenfolge so aussehen:
- BARF
- Selbst zusammengestellte oder ergänzte Fleischrationen
- Nassfutter
- Trockenfutter
Das bedeutet aber nicht, dass Trockenfutter grundsätzlich schlecht ist.
BARF ist nicht für jeden Hund geeignet
BARF bietet den Vorteil, dass man die Zutaten sehr genau kennt und die Ration individuell anpassen kann.
Allerdings verträgt nicht jeder Hund Rohfütterung.
Manche Hunde reagieren mit Verdauungsproblemen, andere haben gesundheitliche Einschränkungen oder die Fütterungsform passt schlicht nicht zum Alltag der Halter.
Nassfutter – oft ein guter Mittelweg
Nassfutter bringt bereits viel Feuchtigkeit mit.
Das kann besonders für Hunde interessant sein, die von sich aus wenig trinken.
Außerdem wird Nassfutter von vielen Hunden sehr gerne gefressen und lässt sich oft unkompliziert füttern.
Trockenfutter ist nicht automatisch schlecht
Trockenfutter hat in den sozialen Medien oft einen schlechten Ruf.
Dabei gibt es durchaus hochwertige Trockenfutter, die Hunde bedarfsgerecht versorgen können.
Entscheidend ist nicht, ob das Futter trocken oder nass ist, sondern:
- Ist die Ration bedarfsgerecht?
- Verträgt der Hund das Futter?
- Passt es zum Hund und zum Halter?
Wenn diese Punkte erfüllt sind, kann auch Trockenfutter eine gute Wahl sein.
Der Wassergehalt macht den Unterschied
Der größte Unterschied zwischen Nass- und Trockenfutter liegt im Wassergehalt.
Während Nassfutter bereits viel Flüssigkeit enthält, muss der Hund diese beim Trockenfutter zusätzlich über das Trinken aufnehmen.
Bei Hunden, die ohnehin wenig trinken, kann Nassfutter daher Vorteile bieten.
Auch der Alltag spielt eine Rolle
Nicht jeder Hundehalter hat die gleichen Voraussetzungen.
Gerade im Urlaub oder auf Reisen kann Trockenfutter sehr praktisch sein:
- leicht zu transportieren
- lange haltbar
- wenig Platzbedarf
- einfache Portionierung
Wer schon einmal für einen größeren Hund Nassfutter für mehrere Tage transportiert hat, kennt das Problem. Für einen 20-Kilo-Hund benötigt man schnell einige Dosen, die entsprechend Platz und Gewicht mitbringen.
Mein Fazit
Die beste Fütterungsart ist nicht automatisch die, die im Internet am lautesten beworben wird.
Wichtiger ist, dass die Ration zum Hund passt, vertragen wird und den Nährstoffbedarf deckt.
Ein hochwertiges Trockenfutter ist besser als ein schlecht zusammengestelltes Nassfutter. Und ein gutes Nassfutter ist besser als eine unausgewogene BARF-Ration.
Am Ende entscheidet nicht die Fütterungsform über die Qualität, sondern die bedarfsgerechte Versorgung des einzelnen Hundes.

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