Wie erkenne ich gutes Hundefutter?

Gar nicht.

Zumindest nicht allein durch die Zutatenliste.

Viele Hundehalter schauen zuerst auf Begriffe wie „viel Fleisch“, „getreidefrei“ oder „ohne Zusatzstoffe“. Das klingt zwar gut, sagt aber wenig darüber aus, ob ein Futter den Hund tatsächlich bedarfsgerecht versorgt.

Entscheidend sind nicht nur die Zutaten, sondern die enthaltenen Nährstoffe.

Calcium

Calcium ist wichtig für Knochen, Zähne, Muskeln und das Nervensystem.

Besonders Welpen und Junghunde benötigen eine ausreichende Versorgung. Sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung können Probleme verursachen.

Phosphor

Phosphor arbeitet eng mit Calcium zusammen und spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für Knochen und Zähne.

Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch das Verhältnis von Calcium zu Phosphor.

Vitamin A

Vitamin A unterstützt unter anderem:

  • Sehvermögen
  • Immunsystem
  • Haut
  • Schleimhäute

Zu wenig Vitamin A kann ebenso problematisch sein wie eine dauerhafte Überversorgung.

Zink

Zink wird für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt.

Es spielt eine wichtige Rolle für:

  • Haut
  • Fell
  • Wundheilung
  • Immunsystem

Ein Mangel zeigt sich häufig zuerst an Haut und Fell.

Jod

Jod wird für die Schilddrüse benötigt.

Fehlt Jod dauerhaft, kann dies den gesamten Stoffwechsel beeinflussen.

Eisen

Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper.

Eine Unterversorgung kann zu Leistungsschwäche und Müdigkeit führen.

Vitamin D

Vitamin D unterstützt den Calciumstoffwechsel und trägt zur Gesundheit von Knochen und Zähnen bei.

Da Hunde Vitamin D nur begrenzt selbst bilden können, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Das eigentliche Problem

Viele dieser Werte stehen nicht auf der Verpackung.

Deshalb lässt sich die Qualität eines Futters oft nicht allein anhand der Zusammensetzung beurteilen.

Ein Futter kann auf den ersten Blick hervorragend aussehen und trotzdem bei einzelnen Nährstoffen Schwachstellen haben.

Mein Fazit

Die Wahrheit ist:

Du kannst die Qualität eines Hundefutters oft gar nicht allein anhand der Verpackung beurteilen.

Die Zutatenliste kann Hinweise geben, sagt aber wenig darüber aus, ob dein Hund tatsächlich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Calcium, Phosphor, Vitamine, Spurenelemente und viele weitere Nährstoffe lassen sich für Hundehalter meist nicht einfach anhand der Deklaration bewerten.

Deshalb kann eine Rationsüberprüfung sinnvoll sein.

Dabei wird geprüft, ob die aktuelle Fütterung den individuellen Bedarf deines Hundes tatsächlich deckt – unabhängig davon, ob du Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder selbst gekochte Rationen fütterst.

Denn die eigentliche Frage lautet nicht:

„Ist dieses Futter gut?“

Sondern:

„Ist dieses Futter für meinen Hund bedarfsgerecht?“

Und genau das lässt sich meist nur durch eine fachliche Überprüfung der gesamten Ration beantworten.

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