„Welches Hundefutter ist das beste?“
Diese Frage bekomme ich regelmäßig gestellt. Die Antwort darauf sorgt allerdings oft für Enttäuschung:
Es gibt nicht das eine perfekte Hundefutter für alle Hunde.
Denn selbst wenn ein Futter hochwertige Zutaten enthält, kann es trotzdem sein, dass es für deinen Hund nicht optimal geeignet ist.
Warum man ein Futter nicht nur an der Zutatenliste bewerten kann
Viele Hundehalter schauen zuerst auf die Zutatenliste.
Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, sagt aber nur einen Teil der Wahrheit aus.
Ein Futter kann auf den ersten Blick hochwertig wirken und trotzdem Schwachstellen haben:
- Nährstoffe können ungünstig verteilt sein.
- Der Energiegehalt passt möglicherweise nicht zum Hund.
- Einzelne Nährstoffe können zu hoch oder zu niedrig ausfallen.
- Das Futter passt nicht zu Alter, Aktivität oder Gesundheitszustand des Hundes.
Deshalb reicht ein Blick auf die Verpackung oft nicht aus.
Wann eine Rationsüberprüfung sinnvoll ist
Eine Rationsüberprüfung kann helfen, wenn du wissen möchtest, ob die aktuelle Fütterung wirklich bedarfsgerecht ist.
Das betrifft beispielsweise:
- Trockenfutter
- Nassfutter
- BARF
- Selbstgekochte Rationen
- Mischfütterungen
Gerade bei selbst zusammengestellten Rationen finden sich immer wieder deutliche Abweichungen.
Dabei müssen diese Fehler nicht absichtlich entstehen. Viele Hundehalter geben sich große Mühe und verlassen sich auf Informationen aus dem Internet, Büchern oder sozialen Medien.
Leider sind diese Quellen nicht immer vollständig oder aktuell.
Woran erkenne ich, dass etwas nicht passt?
Nicht jede Fehlversorgung führt sofort zu Problemen.
Oft entwickeln sich Auffälligkeiten schleichend:
- Gewichtsprobleme
- Verdauungsbeschwerden
- Schlechte Fellqualität
- Häufige Hautprobleme
- Geringe Leistungsfähigkeit
- Auffälligkeiten im Wachstum bei Welpen und Junghunden
Manchmal fallen Probleme erst auf, wenn man die Ration genauer berechnet.
Teures Futter bedeutet nicht automatisch gutes Futter
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein hoher Preis automatisch für Qualität steht.
Natürlich gibt es hochwertige Futtermittel im höheren Preissegment.
Es gibt aber auch günstige Produkte, die den Bedarf eines Hundes gut decken können.
Umgekehrt findet man immer wieder teure Futtersorten, die trotz großer Werbeversprechen nicht für jeden Hund geeignet sind.
Mein Fazit
Die Frage sollte nicht lauten:
„Welches ist das beste Hundefutter?“
Sondern:
„Passt dieses Futter zu meinem Hund?“
Genau dabei kann eine Rationsüberprüfung helfen. Sie zeigt, ob die Versorgung mit Energie, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen zum individuellen Hund passt.
Denn am Ende zählt nicht der Name auf dem Futtersack, sondern das, was tatsächlich im Napf landet.

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